Meine 10 Lieblingsschreibtipps

Hier meine zehn beliebtesten Tipps, die mir helfen, beim Schreiben am Ball zu bleiben.

1. Gewohnheit

Wie ich finde, einer der wichtigsten Punkte überhaupt. Mach es dir zur Gewohnheit, z.B. fünf Tage pro Woche zu schreiben, auch wenn es nur ein paar Sätze sind. Hilfreich ist dafür, einen fixen Zeitpunkt festzulegen, wann du schreiben willst. Oft wird der frühe Morgen als sehr guter Zeitpunkt angegeben, wenn die Welt noch schläft und du nicht von E-Mails, SMS, Anrufen und Mitmenschen gestört wirst.

2. Tagesziel setzen

In Verbindung mit dem ersten Tipp ist das Festlegen eines Tages- oder Wochenziels eine hervorragende Kombination, um bei deinem Text weiterzukommen. Ich habe mir zu Beginn 1.000 Wörter pro Sitzung als Tagesziel vorgenommen, was meistens ganz gut funktioniert hat. Ein paar Wochen später habe ich die Latte auf 1.300 Wörter pro Sitzung erhöht, da es mit der Zeit einfacher gefallen ist, mehr Wörter am Stück zu schreiben.

3. Ruhe/Keine Ablenkung

Das Telefon klingelt, eine Mail kommt rein, Mitbewohner brauchen deine Meinung zu Diesem und Jenem oder es muss ganz dringend etwas im Internet recherchiert werden. Die Liste der potentiellen Ablenkungen ist lang und hält dich vom Schreiben ab. Da hilft nur eins: Sich für einen festgelegten Zeitraum, z.B. eine Stunde von der Außenwelt abkapseln und sämtliche Kontaktmöglichkeiten unterbinden. Internet aus. Handy auf Flugmodus. Mitmenschen darum bitten, dich für diese Zeit in Ruhe zu lassen.

4. Abwechslung/Bewegung

Steht vielleicht ein wenig im Gegensatz zum dritten Tipp. Wenn du allerdings überhaupt nicht mehr weiter weißt, du mit den Gedanken ständig abschweifst und das Schreiben nur noch nervt, ist es Zeit, den Schreibtisch zu verlassen. Bewegung hilft dabei, abzuschalten und neue Ideen zu sammeln. Hier ist alles erlaubt, was Spaß macht: Ein Spaziergang, eine Runde mit dem Rad fahren, schwimmen, ins Fitnessstudio gehen. Bevor dir die Decke auf den Kopf fällt, geh raus vor die Tür und gewinne etwas Abstand. Danach fällt es dir wieder leichter, dich auf deinen Text zu konzentrieren.

5. Rituale schaffen

Beim Schreiben sind eine Tasse und bestimmte Musik, z.B. von focus@will oder David Garrett für mich unerlässlich. Beides in Kombination bringt mich in die richtige Schreibstimmung. Was auch immer du mit dem Schreiben verbinden willst, lasse es in deine Schreibgewohnheit miteinfließen.

6. Durchhaltevermögen

Es ist nicht jeder Tag gleich und manchmal will es einfach nicht laufen. An solchen Tagen ist die Versuchung groß, vorschnell aufzugeben. Manchmal braucht es etwas Zeit, bis man in den Text reinkommt, da können schon mal zwei Stunden vergehen, bevor du in den Flow kommst. Nimm dir vor, dein Tagesziel zu erreichen. Halte durch, auch wenn du nur schwer weiter kommst. Sollte das Schreiben allerdings zur Plagerei werden, lass es für den Tag bleiben oder versuche es ein paar Stunden später wieder.

7. Durchhänger umgehen

Bei einem Durchhänger versuche ich, Textteile einzubauen, die ich leichter schreiben kann, z.B. Dialoge, um einen erzählenden Text aufzulockern. So erhöhe ich meine Wortzahl, was mich wiederum motiviert und mir hilft, weiterzuschreiben und dranzubleiben.

8. Fortsetzungen festlegen

Wenn du ein organisierter Outliner bist, wirst du diesen Tipp bereits kennen. Für alle anderen, die sich keinen detaillierten Plot und Szenenplan zurechtgelegt haben, ist es hilfreich, sich bereits am Vortag zu überlegen, wie die Geschichte morgen weitergehen soll. Notiere dir die nächste Szene, bei der du fortfahren willst. Damit erreichst du, wieder schnell in die Geschichte reinzufinden, vor allem wenn mehrere Tage zwischen deiner letzten und nächsten Schreibsitzung liegen.

9. Pausen einlegen

Schreiben ist anstrengend und fordert eine Menge Konzentration. Dazwischen Pausen zu machen und sich ein, zwei schreibfreie Tage pro Woche einzuteilen, ist daher sehr wichtig. Ansonsten leidet am Ende die Inspiration und Kreativität darunter und das kann man als Autor nun wirklich nicht gebrauchen.

10. Die Freude nicht verlieren

Schreiben soll Spaß machen, auch wenn es einiges an Arbeit bedeutet. Überfordere dich nicht, aber fordere dich soweit, dass Fortschritte sichtbar sind und dadurch die Motivation und Freude erhalten bleiben.

Und hier noch ein Lesetipp: Der Autor Richard Norden hat ebenfalls einige tolle Schreibtipps und gibt Tipps, wie man sich mehr Zeit zum Schreiben freischaufeln kann.

Welche Tipps hast du, um ins Schreiben zu kommen? Was sollte man dieser Liste noch hinzufügen? Sind ein paar neue Tipps für dich dabei oder kennst du diese “Klassiker” bereits?

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